Bekannte deutsche Liedermacher

Der Begriff Liedermacher erklärt sich eigentlich fast selbst. Eine Person, die Lieder macht. Gut, so einfach kann es ja dann doch nicht sein. Im Vergleich zum amerikanischen Liedermacher im Bob Dylan-Stil kommen deutsche Liedermacher oftmals mit kritischeren, aber auch witzigeren Texten auf die Bühne. Einige Liedermacher bevorzugen in Mundart ihre Gedanken vorzutragen, einige veröffentlichen ihre Werke in verschiedenen Sprachen. Wir widmen uns im Folgenden ein paar der bekanntesten dieses Genres.

Reinhard Mey

Reinhard Mey versteht es wie kein anderer, stillen Humor und wunderschöne Melodien mit seiner angenehmen Stimme Menschen jeglichen Alters näherzubringen. Seine Lieder handeln aus dem Leben, beschreiben Liebe und Sehnsucht ebenso wie Freude und Leid. Der Berliner spielte in seiner Karriere 1360 vollständige Konzerte und war noch öfter als Gast in vielen Fernsehshows oder mit Kollegen auf der Bühne. Bei seinen Auftritten in der ehemaligen DDR wurde ihm untersagt „Über den Wolken“, seinen wohl bekanntesten Hit vorzutragen.

Konstantin Wecker

Der Münchner Liedermacher und Autor steht seit 1968 auf der Bühne. Im Laufe seiner Karriere erlebte Wecker viele Hochs und Tiefs. Der Tiefpunkt war sicherlich seine Kokainabhängigkeit, für die er auch zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Aber es wäre nicht Konstantin Wecker, wenn er dies nicht selbst verarbeiten würde, um später noch stärker auf den Bühnen Deutschlands wieder aufzuerstehen.

Hans Dieter Hüsch

Der 2005 verstorbene Hüsch war einer der ersten deutschen Liedermacher. Auch wenn er zum Ende seiner Bühnenarbeit sich eher dem politischen Kabarett widmete, wHans Dieter Hüschar er in den 1960ern einer der treibenden Kräfte in der deutschen Liedermacherszene. Der Spiegel bezeichnete Hans Dieter Hüsch einmal als „Der Mann der den Jazz in Worte fasste“.

Leider muss man feststellen, dass der deutsche Liedermacher so langsam ausstirbt. Vielleicht ist die Zeit zu oberflächlich und zu schnelllebig für diese Art Musik, vielleicht ist die heutige Generation auch nicht mehr bereit sich mit den feinen Worte solcher Künstler auseinanderzusetzen. Schade eigentlich…