Beliebte klassische deutsche Volkslieder

An andere Stelle auf unserer Seite haben wir Ihnen schon eine kurze Liste mit einigen beliebten Volksliedern vorgestellt. Diese waren aus der Kategorie „Gassenhauer“. Bei der Auflistung hier handelt es sich um Lieder, die eher im klassischen Bereich angesiedelt ist. Oftmals stammt der Text von bekannten Dichtern oder Lyrikern, welcher dann später vertont wurde.

Kein schöner Land in dieser Zeit

„Kein schöner Land“ stammt nach allgemeiner Übereinstimmung vom Niederrhein. Es wurde Volksliedforscher Anton Wilhelm von Zuccalmaglio 1840 zum ersten Mal veröffentlicht. Interessant ist, dass bei der Melodie Passagen verschiedener Volkslieder Verwendung finden. Oftmals wird die Hamonie auch als Brahms-lastig bezeichnet.

Im schönsten Wiesengrunde

Im schönsten Wiesengrunde ist der Auslöser, weshalb der Dichter Wilhelm Ganzhorn zum ruhmreichen Lyriker aufstieg. Sein Gedicht umfasst 13 Strophen. Er verfasste dies im Jahre 1851. Als Lied gesungen werden nur die erste sowie die letzten beiden Strophen. 2004 wurde Im schönsten Wiesengrunde zum beliebtesten Volkslied gewählt.

Das Lied von der Loreley

Song of the Loreley„Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin“ sind die ersten beiden Zeilen des Gedichts von Heinrich Heine aus dem Jahre 1824. Obwohl es im 19.Jahrhundert über 40 verschiedene Liedfassungen für das Gedicht gab, blieb nur eine einzige bis heute in Erinnerung., die von Friedrich Silcher aus dem Jahr 1837. Bis heute streiten sich Musikhistoriker über die Deutung des Heine-Textes. Für uns ist es ganz einfach eines der schönsten klassischen Volkslieder Deutschlands.

Heideröslein

Kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe verfasste die drei Strophen zum „Heideröslein“. Er schrieb die Zeilen 1770 während eines Studienaufenthaltes in Straßburg, veröffentlicht es aber erst 1789. Die Melodie kam erst 1815. Es war Franz Schubert, der sich den drei Strophen annahm und eines der bekanntesten klassischen Volkslieder schuf. Die Rockband Rammstein benutzte den Text für ihre 2006 erschienene Lied „Rosenrot“. Vor allem im Video interpretiert die Band den Text in einer Art und Weise wie es zuvor noch keiner tat, und wahrscheinlich auch nicht die Inspiration Goethes war.