Das Alphorn

Das Alphorn ist das Schweizer Nationalinstrument. Es ist jedoch überall im alpenländischen Bereich vertreten. Es gehört zu der Gattung der Blechblasinstrumente. Dies mag einige der Leser verwundern, da das Alphorn größtenteils aus Holz hergestellt wird. Die Kategorisierung geht aber auf das Mundstück zurück, welches zur Tonerzeugung verwendet wird. Dieses ist beim Alphorn aus Metall. Das Instrument besitzt keine Klappen oder Ventile und ist somit mit den Tönen an die Naturtonreihe gebunden. Mit einem normalen Alphorn lassen sich in der Regel 16 verschiedene Töne erzeugen. Der Grundton und somit die Stimmung ist von der Länge des Alphorns abhängig.

Geschichte des Alphorns

Das Alphorn wurde zum ersten Mal im Jahr 1527 schriftlich in einem Rechnungsbuch des Klosters St. Urban erwähnt. Es wird davon ausgegangen, dass das Instrument zuerst als reines Kommunikationsmittel galt. Je nach Landschaftsbild kann ein Alphorn bei idealen Bedingungen bis zu 10 Kilometer weit gehört werden. Allerdings geht man davon aus, dass es eher als Warnsignal eingesetzt wurde. Aufgrund der Schthe alphornallentwicklung in den Alpen ist eine genaue Ortung fast nicht möglich und es wäre über größere Entfernungen quasi unmöglich zu bestimmen aus welcher Richtung der Schall kommt.

Wie bei vielen traditionellenn Instrumenten wurde es im 18.Jahrhundert ruhig um das Alphorn. Es gibt bis auf wenige Ausnahmen keine Kompositionen dafür. Erst mit dem Aufkommen der Folklore im 19. Jahrhundert wurde es wiederentdeckt. Neben Käse, Taschenmesser und Schokolade ist das Alphorn das bekannteste Schweizer Nationalsymbol. Heute gibt es etwa 1800 organisierte Alphornbläser.

Hergestellt wird das Alphorn, das so alt wie bekannt ist, durch die Rohrherstellung. Es wird aus Holzstämmen gefertigt und hat daher auch seine gebogene Form. Früheste Alphörner nämlich wurden aus am Hang wachsenden, krummen Fichten ausgehöhlt. Inzwischen werden natürlich auch glatte Bäume verwendet, die mittig halbiert, ausgehöhlt und mit Peddigrohr wetterfest gemacht. Zuletzt wird dann das Mundstück eingesetzt, das dafür sorgt, dass ein Alphorn mindestens genauso viel Spaß macht wie neumodische iphone Spielautomaten.

Das längste Alphorn

Der Alphornbauer Josef Stocker hat zusammen mit dem Amerikaner Peter Wutherich ein Alphorn mit einer Gesamtlänge von 47 Metern gebaut. Dieses ist aber nicht spielbar. Es ist jedoch so entworfen, dass man nicht alle Teile zusammensetzen muss. Wenn man eine paar Rohrteile weglässt erhält man ein Alphorn mit 14 Metern Länge. Mit diesem kann man anstatt der üblichen 16 Töne insgesamt 64 verschiedene Töne erzeugen.